Unsere Geschichte

Im Grunde begann die Geschichte unseres Unternehmens damit, dass Börje Karlsson, der Gründer von Börjes Mekaniska – später Rottne Industri AB genannt – seinem Vater dabei half, im Wald von Löpanäs nahe Rottne Holz zu fahren. Das Pferd hatte als Zughilfe mittlerweile ausgedient, stattdessen setzte man für den Holztransport einen Traktor ein. Das Be- und Entladen wurde jedoch weiterhin von Hand erledigt, weshalb Börje sich fragte: „Warum soll der Traktor nur hier stehen und tatenlos vor sich hintuckern, während ich mich damit abplage, die schweren Stämme auf den Anhänger zu hieven?“ Schon bald darauf entwarf er seinen ersten Kran, eine einfache Konstruktion aus einigen Pflugteilen, einem Holzstück, einer Winde am Nebenabtrieb sowie einem Stück Drahtseil und einer Packzange. Dieser Kran funktionierte für die damaligen Verhältnisse sehr gut. Sogar so gut, dass sich die Vorzüge dieses Krans bald herumsprachen und letztendlich ein Interessent vor der Tür stand, um den Kran zu kaufen. Börje wollte sich dieses Geschäft natürlich nicht entgehen lassen. Mit dem Versprechen, seinem Vater einen noch besseren Kran zu bauen, durfte er die erste Konstruktion verkaufen. Schon bald stieg die Anzahl der Interessenten und somit der Verkauf dieses revolutionären Krans.

1955 -1965

Der Verkauf nahm größere Formen an, weshalb eine neue Werkstatt angeschafft wurde. Sogar der Export nach u. a. Dänemark und Norwegen stieg an. Zu den exotischeren Exportländern in den ersten zehn Jahren des Unternehmens gehörten Tansania und Chile. Der Auftrag nach Tansania wurde über UN-Organe abgewickelt, das Geschäft mit Chile dagegen direkt mit dem Kunden im Land. Wie sich die Qualität von Rottnes Produkten ganz bis nach Südamerika herumgesprochen hatten, das weiß man nicht. Klar ist nur, dass der chilenische Kunde unbedingt den Kran von Rottne haben wollte, obwohl zu dem Zeitpunkt bereits andere Unternehmen Seilkräne produzierten.

 

 

 

1965 – 1975

Mit Blondin brachte ROTTNE INDUSTRI 1968 seinen ersten Forwarder heraus. Dieser ist neben den Seilkranen das Produkt, das für den Erfolg des Unternehmens am meisten bedeutet hat. Blondin war ROTTNE INDUSTRIS erste vollständige Forstmaschine und entwickelte sich zu einem Verkaufsschlager, von dem niemand zu träumen gewagt hatte. Der große Erfolg dieses Forwarders nahm geradezu sagenhafte Formen an. Ihm waren jedoch eine aufwendige Entwicklungsarbeit und eine ganze Reihe von Prototypen vorausgegangen, bevor 1968 ROTTNE INDUSTRIS erster Forwarder präsentiert werden konnte. Der Ort des Geschehens war die Forsttechnikmesse Elmia im südschwedischen Jönköping.

Blondin war mehr als nur ein Erfolg. Mit dem Forwarder gelang dem Unternehmen der große Wurf. Im Gegensatz zu den Mitstreitern hatte ROTTNE INDUSTRI einen relativ kleinen und wendigen Forwarder entwickelt, der gute Lade- und Fahreigenschaften bot. Und dieser erwies sich als strapazierfähiges Zugpferd. Bei den Maschinenbesitzern kam er ebenso gut an wie bei den Fahrern. Er war nicht nur leicht zu fahren und zu warten, sondern auch noch sehr betriebssicher. Wer immer eine rentable Maschine suchte, traf mit Blondin die richtige Wahl.

1975 – 1985

Während eines Skiurlaubs mit der Familie im Jahr 1976 hatte Börje Karlsson den richtigen Einfall für das, was einmal der erste Einmann-Prozessor des Unternehmens werden sollte. Ob er überhaupt zum Skifahren kam, darüber ist nichts bekannt. Aber wir wissen, dass sich die Bergluft günstig auf die Entwicklung des Prozessorprojektes auswirkte. Das Ergebnis war der Prototyp für den 770-Prozessor, der 1977 erstmals an Kunden ausgeliefert wurde.

Endlich konnte ROTTNE INDUSTRI mit einem vollständigen Maschinenprogramm aufwarten. Forwarder produzierte das Unternehmen bereits seit den 60-er Jahren, und jetzt, zehn Jahre später, kamen die Prozessor hinzu – die Vorgänger der heutigen Harvester.

1985-1995

Als im Juni 1985 die weltweit größte Forsttechnikmesse Elmia Wood veranstaltet wurde, war ROTTNE INDUSTRI nicht vertreten. Einige Monate später zeigte sich warum, als man in den Wäldern vor Rottne die Bombe platzen ließ: Der Klassiker, treue Diener und Verkaufsschlager Blondin wurde zu Grabe getragen und ersetzt durch den Rapid. Dieser Nachfolger war im Gegensatz zum bisherigen Forwardermodell aus mehreren Komponenten zusammengesetzt.

Selten oder nie war das Interesse für eine neue Modellserie von Rottne so groß wie für das Rapid-Programm, als es 1985 auf den Markt kam. Branchenkennern in Schweden und in anderen Ländern war klar, dass etwas Größeres im Busch sein musste, als ROTTNE INDUSTRI erklärte, nicht an der Elmia Wood teilzunehmen, sondern sich stattdessen anderen Marketingaktivitäten zu widmen. Für die Premiere des Rapid-Programms hatte man sich für die Wälder von Rottne entschieden anstatt für das Messegelände von Elmia Wood. Das Interesse war riesig, und die Besucher wurden nicht enttäuscht. Mit Rapid wurde ein neuer Ansatz präsentiert, dem zufolge die Maschinen aus verschiedenen Komponenten aufgebaut waren anstatt aus einem einzigen Traktorkörper.

1995-2005

Die neuartige Harvesterserie war ohne Zweifel ROTTNE INDUSTRIS größte Investition in ein einzelnes Modellprogramm. Mit der H-Serie machte man deutlich, dass man nicht nur einer der Player der Branche sein, sondern die Entwicklung anführen wollte. Die Verkaufszahlen gaben dem Unternehmen recht. Ende der 90-er Jahre begannen die Techniker und Konstrukteure mit der Entwicklung eines völlig neuen Harvesterprogramms. In der Forstindustrie hatte der Fortschritt in den letzten Jahrzehnten an Tempo zugenommen, sodass man bei ROTTNE INDUSTRI erkannte, dass die bewährten Modelle auf Dauer nicht dieselbe Wettbewerbsfähigkeit bieten würden.

Die Anforderungen an die neue H-Serie („H“ wie „Harvester“) waren hoch. Die Messlatte lag hoch. Man wollte den besten Harvester am Markt entwickeln, mit dem Fahrerumfeld als ausschlagendem Element. Die Kabine und alles, was dazugehörte, sollte sich durch allerhöchste Qualität auszeichnen. Zudem strebte man eine maximale Rentabilität der Maschinen an. Es galt also nicht nur, eine Maschine zu entwickeln, die für die Bearbeitung großer Volumen geeignet war, sondern es mussten auch Betriebssicherheit und Bedienerfreundlichkeit geboten werden. Kurz gesagt: Mit der H-Serie war eine Maschine geplant, die Fahrer und Maschinenbesitzer gleichermaßen begeistern sollte.

Parallel zur Einführung der H-Serie modernisierte das Unternehmen auch das Forwarderprogramm Solid, das bereits einige Jahre auf dem Markt war. Insgesamt hatte ROTTNE INDUSTRI jetzt eine stärkere und wettbewerbsfähigere Modellserie denn je.

2005 – 2012

ROTTNE INDUSTRI expandiert weiterhin und beliefert die ganze Welt mit Forwardern und Harvestern. Es werden fortlaufend neue Maschinen entwickelt und auf dem Markt eingeführt – der neueste Zuwachs zur Harvesterreihe ist der H20B, ein sicheres, stabiles und extrem produktives Modell. In den letzten Jahren lag der Fokus stark auf der Weiterentwicklung des Fahrerumfelds. Das Ergebnis ist das Kabinensystem COMFORT LINE mit einer außergewöhnlich effizienten Vibrationsdämmung.

Heute

 

ROTTNE INDUSTRI ist ein durch und durch schwedisches Unternehmen aus Småland. Auch die Fertigung erfolgt vollständig innerhalb der Landesgrenzen. Wir sind mit unserem überlegenen Maschinenprogramm gut für die Zukunft gerüstet. Unterstützung erhalten wir dabei von unseren engagierten Mitarbeitern und freundlichen Wiederverkäufern in Schweden und anderswo. Der Jahresumsatz beläuft sich etwa 450 Millionen und beschäftigt 235 Mitarbeiter an den Standorten in Rottne, Lenhovda und Stensele. Fast die Hälfte unserer Produktion wird nach Europa, Russland, Nord Amerika und Australien exportiert. Mit Hauptsitz in landschaftlich Rottne in Småland.